Als Frau allein in Neuseeland

Als Frau allein in Neuseeland

Total beliebt: Work & Travel in Neuseeland. Gina war vier Monate mit dem eigenen Bus allein in diesem vielseitigen, tollen Land unterwegs und hat viel gesehen und erlebt. Im Interview mit Mango Verde plaudert sie ein wenig über ihre Erfahrungen und Erlebnisse:

 
 

Als Frau allein in Neuseeland - Surf Highway

Als Frau allein in Neuseeland – Surf Highway

1. Was hat Dich nach Neuseeland geführt? Welche Orte/Regionen hast Du besucht?

2013 habe ich mein Abi gemacht und wollte danach erst einmal Pause machen. Also entschloss ich mich damals nach Neuseeland zu gehen, um Work and Travel zu machen. Ich suchte mir eine Reiseagentur, die mir bei der Organisati- on helfen sollte. Jetzt im Nachhinein, würde ich es ohne Organisation machen. Denn im großen und ganzen geben diese dir nur Tipps. Also wenn du dies auch vorhast – nimm dir eine Woche Zeit und recherchiere selber. Informiere dich in Onlinegruppen.

Ich war ganze vier Monate in Neuseeland und ich kann sagen es ist eines der schönsten Länder in denen ich bin jetzt war. In Neuseeland hast du alles, von Strand, über Berge bis hin zum Regenwald. Im November 2013 bin ich in Auckland gelandet.
(Mein Tipp: Lande an einem Donnerstag, denn Freitag / Samstag und Sonntags sind die ganzen Automärkte, somit musst und nicht viel Geld für ein Hostel ausgeben, vorausgesetzt du hast vor, in einem Bus zu schlafen).

Dort war dann erst mal Sightseeing angesagt, Auto kaufen und einen Plan machen für die nächsten paar Tage. Planen kann man eigentlich nie, aber man kann herausfinden, wo man gerne hin möchte und was machen sehen will. Als ich dann endlich meinen Bus hatte, bin ich in den Norden gefahren. Nach Cape Reinga – 90 Miles Beach – Dunessurng und den Regenwald anschauen. Nach der Erkundung des Nordes, ging es weiter nach Coromandel, Turanga und TePuke. In Te Luke blieb ich einen Monat um zu Arbeiten. Ich arbeitete auf einer Kiwifarm, was super anstrengend war.

Mount Wanganui

Mount Wanganui

An Silvester ging es dann nach Gisborne zum Rythem & Vines Festival. Meiner Meinung ist dieses das coolste Festi- val auf dem ich je war. Schlafen zwischen den Weinreben, feiern auf dem Berg mit einem tollen Ausblick und witzi- gen Aktionen tagsüber. Vor allem wann feiert man schon mal Silvester im Sommer?
Nach dem fünftägigen Festival ging es dann weiter über Wairoa, Napir (wunderschöne Stadt) in die Mitte des Lan- des zum Lake Taupo. Dort habe ich das Tongariro Crossig gemacht. Eine acht stündige Wanderung über den Schick- salsberg von Der Herr der Ringe. Sie ist anstrengend, aber absolut lohnenswert.

Als nächsten Punkt auf der Route stand New Plymouth, Wanganui und Wellington. Wellington ist meine Lieblingsstadt in Neuseeland. Sie ist eine wunderschöne und kreative Stadt. (TIPP: Restaurant – Sweet Mothers Kitchen , Te Papa / Museum – Unbedingt besuchen). Von dort aus ging es dann mit der Fähre auf die Südinsel.
Von Picton über Blenheim, Kaikoura, Waipara nach Christchurch. Dort arbeitete ich dann wieder eine Zeit in der Blumenfabrik, was sehr viel Spaß machte.

Allerdings musste ich dann sehr schnell wieder zurück nach Deutschland aus familiären Gründen und machte somit eine sehr große Tour innerhalb von 5 Tagen. Sie startete in Christchurch , Lake Kakapo, Wanka, Queenstown, Milford Sound, Mount Cook, Franz Josef Glacier, Greymouth und mit dem Arthurs Pass zurück nach Christchurch.

Diese Tage waren sehr anstrengend aber auch sehr schön. Anschließend ging es zurück nach Deutschland.

Ende nächsten Jahres wird die Reise weitergehen, da ich dann für ein Jahr nach Dunedin gehe, um meinen Bache- lor zu machen. Ich bin schon sehr gespannt.
Tipps:
Queenstown : Rollercoaster fahren und Burger essen

Milford Sound: Bootstour
Arthurs Pass: Wunderschöne Straße

2. Wie lange warst Du dort und wie bist du gereist (Bus,Bahn,Taxi,privaterFahrer, Flugzeug etc)?

Die ganze Zeit war ich mit meinem Bus unterwegs. Allerdings kann man sehr gut Hitchhiken und mit dem öffentlichen Bus fahren.

Allerdings finde ich, wenn man keine Zeit verlieren will und frei sein will, ist es besser, einen eigenen Bus zu kaufen und den anschließend wieder zu verkaufen. Somit hat man fast keine Kosten für das Schlafen. Ein Auto zu erwerben ist ebenfalls sehr einfach, da man einfach nur zu Post gehen muss.

 

Tepuke Beach

Tepuke Beach

3. Wie/wo hast du übernachtet und wie hast du deine Wertsachen gesichert(sowohl nachts als auch tagsüber)?

Ja wie schon gesagt, ich habe im Bus geschlafen. In den Städten habe ich mir immer ein Hostel mit Autostellplatz gesucht. Somit konnte ich auch dort im Bus schlafen. Meine Wertsachen hab ich im Bus versteckt. Manchmal haben Busse auf dem Beifahrersitz auch Handschließfächer, wo man seine Wertsachen einschließen kann.

Aber eigentlich passiert dort nichts.

4. Gab es schon einmal Momente oder Situationen,in denen Du dich unsicher/unwohl gefühlt hast und wenn ja, wann und wo?

Ganz ehrlich – es gab keine.

5. Hast du irgendwelche Sicherheitsvorkehrungen getroffen wie z.B.einen Selbstverteidigungskurs, besondere Safety Items in deinem Gepäck, Dokumentensicherung etc. und wenn ja, welche?

Ich hab keine Selbstverteidugungskurse oder ähnliches gemacht. Die Bratpfanne war immer griffbereit, aber ich musste dies nie anwenden.
Allerdings habe ich all meine Dokumente dreimal kopiert und einmal abfotografiert und im Handy gespeichert.

 

6. Gibt es besondere Hotspots für digitale Nomaden/ortsunabhängig arbeitende Menschen abseits der Großstädte?

Da ich selber ein Frischling in der Szene bin, kann ich diese Frage nicht beantworten.

 

7. Was für Möglichkeiten haben Touristen, eine permanente Internetverbindung für Laptop & Smartphone (außerhalb öffentlichen WiFis) zu bekommen? Wie hoch sind die Kosten?

Die üblichen Fastfood Restaurants bieten Internet an, genauso wie die Tourismusinformationscentren. Allerdings lege ich jedem ans Herz, der länger in Neuseeland unterwegs ist, eine eigene Handnummer mit genügend Internet zu kaufen.

 

Queenstown

Queenstown

8. Was schätzt du ganz besonders an Neuseeland und was findest du ganz furchtbar?

Ich muss sagen, seitdem ich in ein Neuseeland war, habe ich einen Teil meines Herzens dort gelassen. Das Land, die Kultur und die Menschen sind sehr herzlich und toll. Jeder Ort hat seinen eigenen Höhepunkt und man kann es kaum vergleichen. Allerdings, was mir am meisten gefallen hat, war Queenstown. Das Rollercoaster fahren, die vielen jungen Menschen…

Es gibt nichts, was ich blöd finde, höchstens, dass es auf der anderen Seite der Welt ist.

 

9. Welche Tipps würdest Du einer allein reisenden Frau geben, die zum ersten Mal nach Neuseeland reist?

Das Land einfach zu genießen. Man braucht wirklich keine Angst zu haben, dass einem etwas zustößt. Die Kriminalitätsrate ist gering, es gibt keine giftigen Tiere / Insekten. Also alles top.

 

Milford Sound

Milford Sound

10. Auf einer Skala von 1 (unsicher) bis 5 (sehr sicher) – wie würdest Du Neuseeland einstufen in puncto Reisesicherheit/Gewalt/Kriminalität gegenüber weiblichen Touristen? Bitte begründe Deine Einschätzung.

Sicherheit      5

Gewalt            1

Kriminalität  1

 

 

11. Ich nenne Dir ein paar Schlagworte und du sagst mir, was dir spontan dazu einfällt:

Kosten für Unterkunft/Verpflegung – 500-800 € im Monat, kommt man auf jedenfalls aus, wenn man nicht arbeitet.

Infrastruktur – Ist gut, wenn man bedenkt, das dies ein sehr kleines Land ist, mit gerade einmal 4 Millionen Einwohnern.

Tourismus – Sehr viel. Da viele Backpacker unterwegs sind. Also man ist eigentlich nie alleine.

Ortsunabhängiges Arbeiten – Weiss ich nicht. Aber wenn man Internet hat, funktioniert das auf jeden Fall.

Gastfreundschaft – Absolut top. Die Kiwis sind sehr freundlich und offen. Ich wurde sogar selber des öfteren mal zu einem Abendessen eingeladen.

 

 

img_8513Über Gina

Hi ich bin Gina, komme aus München. Zur Zeit studiere ich Kommunikationsdesign. Allerdings habe ich mich letztes Jahr selbstständig gemacht und übernehme kleinere Grafikdesign Aufgaben. Eine sehr große Leidenschaft von mir ist das Fotografieren. Ebenfalls versuche ich, mich als Digital Nomade selbstständig zu machen, was auch in kleinen Schritten große Fortschritte macht. Da ich gerne reise, ist dies eigentlich perfekt. „Dreamers are Winners“, das ist mein Lebensmotto und es lässt sich auf jeden Fall super umsetzen. Denn wenn man träumt, hat man einen Traum, den man verwirklichen will. Also setzt man sein ganzes Herzblut daran, um es umzusetzen. Denn es gibt nichts bes- seres als zu 100% hinter einer Sache zu stehen. Sei es in der Freizeit oder im Job. Im folgenden Beitrag berichte ich euch etwas über Neuseeland.

Mich kann man in Facebook und Instagram finden und erreichen. Ginny Lynx.
Gerne könnte ihr mir auch Mails schreiben an lyncs.production@gmx.de – meine Webseite ist momentan noch in Arbeit.

 
 
 

Mango Verde interviewt im Rahmen der „Als Frau allein reisen“ Reihe allein reisende Frauen in allen Ländern dieser Welt. Du möchtest gern dabei sein und deine eigenen Erfahrungen, Erlebnisse und Geschichten teilen? Schreibe mir eine Email!

Habt ihr Fragen, Anregungen oder eigene Erfahrungen, die ihr gern loswerden würdet? Rein damit in die Kommentare!

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