Die 10 besten Tipps für mehr Sicherheit für Frauen auf Reisen (Teil 2)

Sicherheit für Frauen auf Reisen – Teil 2

 

Im ersten Teil meines zweiteiligen Blogposts habe ich bereits geschrieben, dass es keine bessere Schule für die Persönlichkeitsentwicklung gibt als die Welt zu bereisen und neue Orte und Kulturen für sich zu entdecken. Doch um das unbeschwert erleben und genießen zu können, muss man sich sicher fühlen.

Ich habe meine zehn besten Sicherheitstipps in Kurzform für dich zusammengeschrieben, denn deine Sicherheit sollte immer höchste Priorität haben. Abgesehen davon, dass es noch weitaus mehr Aspekte gibt, ist dies nur eine Zusammenfassung und oberflächlich umrissen.

Noch umfassendere und tiefgreifendere Informationen zur Sicherheit für Frauen und zur Prävention von Gewalt und gefährlichen Situationen, praktisches Training zu Körpersprache und Selbstbewußtsein, Reisesicherheit, Selbstverteidigung und Selbstschutz, die Möglichkeit für einen persönlichen Austausch uvm. erhältst du in meinen Coachings. A

 

 

6. Finger weg von Alkohol & Drogen

Ja, auch ich probiere gerne mal das lokale Bier oder genieße einen leckeren Cocktail am Strand. Dagegen ist auch überhaupt nichts einzuwenden, solange es bei dem einen bleibt – und solange ihr euer Getränk nicht aus den Augen lasst. Das gilt natürlich auch für alle nicht-alkoholischen Getränke, vor allem undurchsichtige, sprich Säfte, Cola, Milchshakes, Smoothies etc sind prädestiniert für das heimliche Zutun von betäubenden Drogen, nach deren Verzehr man euch wunderbar ausrauben oder schlimmeres antun kann.

Schwindel, Unschärfe, Kontrollverlust - Alkohol- und Drogenkonsum macht dich zum perfekten Opfer!

Schwindel, Unschärfe, Kontrollverlust – Alkohol- und Drogenkonsum macht dich zum perfekten Opfer!

Wenn möglich, lass dir das Getränk in einer Flasche geben (zB Cola, Wasser etc) und halte diese mit dem Daumen verschlossen, während du dich unterhältst und abgelenkt bist. Hast du ein Glas in der Hand, sei wachsam, lege einen Bierdeckel drauf und lass es niemals unbeobachtet irgendwo stehen. Nimm niemals ein Getränk von jemand anderem außer dem Barkeeper an, so freundlich derjenige, der es dir bringt und spendiert, auch sein mag.

Gerade in Hostels wird viel und gerne gefeiert und man bekommt allerlei Substanzen angeboten. Ich habe zwei gute Bekannte, denen bereits Narkotika ins Getränk gemischt wurden und die sich Stunden später teilweise halb entkleidet ohne Schuhe und Jacke und bis auf den letzten Cent ausgeraubt auf der Straße wiedergefunden haben.

Sicherlich kannst du dir vorstellen, dass es noch leichter wird, deinem Getränk etwas unterzumischen, sobald du schon etwas angetrunken, abgelenkt und nicht mehr Herr deiner Sinne bist. Dieser noch ganz lustige und entspannte Zustand führt leider sehr schnell zu vollständigem Kontrollverlust und ich bitte dich inständig: lasse es niemals soweit kommen! Alkohol- und Drogenkonsum aller Art ist generell nicht empfehlenswert, aber speziell in fremden Ländern unter fremden Menschen und in fremder Umgebung rate ich dringend davon ab, dich zu betrinken, bekiffen oder andere bewusstseinserweiternde Substanzen zu dir zu nehmen. Du machst dich zu einem leichten Opfer und bringst dich selbst auch noch um den nächsten Tag, wenn du total verkatert bis nachmittags im Bett liegst.

 

7. das Geschenk der Angst: höre auf Deine Intuition

Wir alle kennen es und haben es irgendwo schon einmal erlebt: ein ungutes Gefühl, eine komische Vorahnung, ein nicht zu erklärendes Unwohlsein. Irgend etwas stimmt nicht. Aber was? Unser menschliches Auge kann nichts erkennen. Was soll schon sein, wahrscheinlich bilden wir uns das ein; wieder zu viel Aktenzeichen XY ungelöst geguckt.

Nein, eben nicht! In der heutigen, schnelllebigen Zeit haben wir leider zu einem großen Teil verlernt, auf unser Bauchgefühl, innere Stimme oder auch Intuition, zu hören. Verschiedene Verdrängungsmechanismen verhindern das bewusste Erkennen einer gefährlichen Situation und somit auch das rechtzeitige Handeln. Intuition ist nicht albern oder Einbildung, sondern ein Urinstinkt, dem wir viel zu wenig Bedeutung beimessen, obwohl er eigens dazu da ist, unser Leben zu schützen.

Wenn dir eine Person oder eine Situation komisch vorkommt und du dich unwohl fühlst, obwohl du rational nicht erklären kannst, warum, traue deinem Bauchgefühl und handele entsprechend. Lieber einmal zu viel und “unnötig” als einmal zu wenig. Folge nicht der Masse, mache nicht etwas, weil „alle“ es machen, obwohl dein Bauchgefühl dich eigentlich davor warnt und du ein ungutes Gefühl hast.

 

8. Touristin oder Einheimische?

 

Unverkennbar - eine Touristin. Mach es besser und passe dich an!

Unverkennbar – eine Touristin. Mach es besser und passe dich an!

Als europäische, große Frau mit recht hellem Haar bin ich in den meisten Ländern dieser Welt – unabhängig von meiner Kleidung – schon unschwer als Touristin auszumachen und vielen von uns wird es ähnlich gehen. Mit unserer Hautfarbe, Gesichtsform, Haarfarbe, Sprache und unserem Akzent stechen wir aus der Masse hervor in Asien, Lateinamerika oder gar Afrika, ob wir wollen oder nicht.

 

Dennoch gibt es ein paar einfache Regeln, die wir befolgen sollten, um nicht noch offensichtlicher aufzufallen und als Touristin entlarvt zu werden:

 

passe dich dem landes-bzw ortstypischem Kleidungsstil an und sei kein Stein des Anstoßes, indem du z.B. in muslimischen Ländern mit Hotpants und Spaghettitop herumläufst
respektiere die jeweilige Religion und Kultur, beobachte das Verhalten der Einheimischen und kopiere es
trage nicht deine Kamera um den Hals
laufe nicht mit einem Stadtplan in der Hand oder sichtbar in der Hosentasche herum
mache dich mit der jeweiligen Währung vertraut, so dass du nicht lange Geldscheine oder -stücke studieren musst, wenn du etwas kaufst. Dies entlarvt dich unweigerlich als Tourist!
•wenn du nur für den Tag unterwegs bist, verzichte auf deinen Rucksack und nimm stattdessen eine Tragetasche eines lokalen Geschäfts mit
•vermeide generell auffällige Kleidung und auffälliges Verhalten, strahle Selbstsicherheit und Ruhe aus

 

9. Bleib gesund!

Wechselnde Länder, Klimazonen, Nahrung und Umgebung verlangt unserem Körper vieles ab und unser Immunsystem muss einiges leisten. Was hier zu Hause gilt, gilt auf Reisen natürlich auch, wenn nicht noch mehr: viel trinken! Aber gerade in punkto Trinkwasser ist besondere Vorsicht geboten. Was bei uns zu Hause als Selbstverständlichkeit bezüglich der ständigen Verfügbarkeit und Unbedenklichkeit von Leitungswasser gilt, trifft auf die meisten Ländern weltweit aber nicht zu, vor allem nicht auf Entwicklungsländer. Daher: viel trinken, aber bitte nicht aus der Leitung! Für den Notfall: Micropur Wasseraufbereitungstabletten sind klein, leicht und höchst effektiv und sollten in keiner Reiseapotheke fehlen.

Prio Nr. 1: gründliches und häufiges Hände waschen - nicht nur auf Reisen!

Prio Nr. 1: gründliches und häufiges Hände waschen – nicht nur auf Reisen!

Gründliches und häufiges Hände waschen ist genauso wichtig wie gewaschenes, frisches, gesundes, gekochtes (oder gegartes) Essen und sollte selbstverständlich sein!

Die neugierige und abenteuerlustige Spezies “Reisende” ist bekannt dafür, mit Freude und Genuss landestypische Spezialitäten wie frittierte Käfer, panierte Heuschrecken oder Känguruhoden direkt am Straßenstand zu verzehren und danach oft unvergessliche Momente über oder auf der Toilette zu erleben. Solange es bei diesem zeitlich begrenzten Ausflug in die Keramikabteilung mit einer lustigen Anekdote für das Reisetagebuch als einzige Konsequenz bleibt, ist alles gut.

Wirklich ernstzunehmende Krankheiten, gegen die unser zivilisierter, europäischer Körper keine Abwehrkräfte bzw Antikörper hat, können zu unfreiwilligen Krankenhausaufenthalten, Rücktransporten und Folgeschäden führen und da hört der Spaß auf. Um das zu vermeiden, sollte man sich im Vorfeld, spätestens aber bei Einreise, über die Qualität des Trinkwassers, landestypische Krankheiten wie Malaria, Dengue Fieber, Typhus, Tollwut etc. und deren Erreger (Moskitos, mangelnde Hygiene, wilde Tiere etc) und besondere Gefahren wie giftige Tiere, Naturkatastrophen, Terrorwarnungen etc. informieren. Das auswärtige Amt informiert zu jedem Land bezüglich Sicherheit, Malariaprophylaxe und Impfempfehlungen, auf www.tropenmedicus.de findet man jede Menge Informationen und ein Gespräch mit dem Haus- oder Tropenarzt schafft zusätzliche Klarheit.

In welchem Umfang man sich impfen lässt, bleibt jedem selbst überlassen, man sollte sich aber in jedem Fall rechtzeitig vorab informieren und mit der Thematik auseinandersetzen und ich rate jedem mindestens zu einer Tetanusimpfung. Natürlich sollte man unbedingt eine kleine Reiseapotheke mit den nötigsten Utensilien dabei haben und sich nicht unnötig vermeidbaren Gefahren aussetzen wie z.B. ohne Schutz in der Sonne braten, wilde Hunde oder Affen füttern oder gar anfassen (Tollwutgefahr), Leitungswasser trinken, sich ohne Mückenschutz in Malariagebieten aufhalten, ohne Helm Moped fahren etc.

 

10. “Hände hoch oder ich schieße!” – gib ihnen, was sie wollen

Wie schon im ersten Teil dieses Blogposts erwähnt, solltest Du so wenig Wertsachen wie möglich mitnehmen und nur das bei dir tragen, was du wirklich brauchst. Lass Omas Diamantohrringe zu Hause tausche die ideell sehr hochwertige Armbanduhr von Opa gegen eine 20-Euro Plastikuhr von Karstadt.

Habe ein Dummy-Portemonnaie mit maximal 50 Euro (oder Dollar) und einem wichtig aussehenden, aber nutzlosen Ausweis (zB von der örtlichen Bücherei o.ä.) in der Tasche und das Notfall-Uralt-Handy von vor anno tuck. Trage deine EC- oder Kreditkarte an einer unauffälligen Stelle direkt am Körper, etwa im BH oder der Unterhose.

 

Raubüberfall: Bleibe ruhig, strahle Selbstsicherheit aus und leiste keine Gegenwehr!

Raubüberfall: Bleibe ruhig, strahle Selbstsicherheit aus und leiste keine Gegenwehr!

Im Falle eines Raubüberfalles bleibe vor allem ruhig, folge den Anweisungen und leiste keine Gegenwehr. Versuche, dir das äußere Erscheinungsbild des Täters genau einzuprägen und sei kooperativ. Du weißt nie, wie gewaltbereit, verzweifelt, betrunken, bekifft oder sonstwie entschlossen dein Gegner ist und willst nicht wegen ein paar belangloser Gegenstände dein Leben aufs Spiel setzen.

Ich rate an dieser Stelle auch von den obgligatorischen Gürteln mit „Geheimversteck“ für Geld ab – jeder mittelmäßige Langfinger weiß das. Das oben genannte Portemonnaie mit scheinbar wichtigen Dokumenten und Bargeld vermittelt den Anschein, alles zu beinhalten, was du gerade bei dir hast.

 

 

 

 

Diese und viele andere Tipps werden in meinen Selbschutz Coachings ausführlich und tiefgründig behandelt; außerdem hast du die Möglichkeit zu einem persönlichen Austausch zur Klärung individueller Fragen, bekommst praktisches, situationsbezogenes und individuelles Training zur Selbstverteidigung und richtigen Körpersprache, lernst wie du dich selber unbewußt nicht zum Opfer machst und wirst eine große Portion Selbstvertrauen mitnehmen! Hier findest du den ersten Teil der 10 besten Tipps für Sicherheit für Frauen auf Reisen.

Wissen schafft Selbstvertrauen. Selbstvertrauen schafft Sicherheit. Sicherheit schafft Freiheit.

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Stay safe,

Viv

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